17.09.2017

IM 70.3 Rügen

Beim Ironman 70.3 auf Rügen waren Thomas Schweda und Torsten Selker am Start. Thomas, der den Sport erst im 3. Jahr betreibt war bereits mehrfach auf Deutschlands größter Insel im Urlaub und hatte sich im vergangenen Jahr von der schönen Location und der besonderen Atmosphäre des Rennens zur Teilnahme inspirieren lassen. Torsten suchte ebenfalls nach einer neuen Herausforderung abseits des Ligageschehens und da die beiden nicht nur Vereinskollegen, sondern auch fast Nachbarn sind beschlossen sie, sich gemeinsam dieser Herausforderung zu stellen, wobei die individuellen Ziele unterschiedlicher nicht hätten sein können. Torsten hatte in dieser Saison bereits einige gute Resultate erzielt und war dementsprechend mit berechtigtem Optimismus nach Rügen gefahren. Thomas wollte laut eigener Aussage nur    „ unter 6 Stunden bleiben“ . Seine hervorragenden Trainingsfortschritte ließen jedoch erahnen, dass deutlich mehr möglich sein würde. Nachdem am Freitag und Samstag noch regnerisches Wetter vorherrschte, zeigte sich zur Freude der Teilnehmer am Sonntagmorgen endlich blauer Himmel bei angenehmen Temperaturen. Nachdem um 10:00 das Profifeld gestartet war, folgten um 10:15 die Altersklassenathleten in einem sogenannten Rolling Start. Dieses Prozedere wurde aus Sicherheitsgründen eingeführt um die Schlägerei im ca. 1500 Teilnehmer starken Feld zu minimieren. Im 5 Sekunden-Takt wurden jeweils 3 Sportler vom Strand aus auf die 1,9 km Schwimmstrecke geschickt. Das Wasser war klar mit Sicht bis zum Boden und minimalem Wellengang. Es ging zunächst ca. 500m raus entlang der Seebrücke, dann etwa 1000m parallel zum Strand und nach einer 90° Wende zurück ans Ufer. Torsten lief nach 32:12 über die Schwimmzeitnahme und Thomas, der sich etwas weiter hinten eingereiht hatte, schaffte die Auftaktdisziplin in für ihn beachtlichen 39:36 Minuten. Damit lagen beide im angestrebten Bereich. Es folgte der mehr als 500m lange Weg zur Wechselzone. Leicht bergan ging es durch die Zuschauermenge Richtung Binzer Bahnhof, wo sich die Wechselzone befand. Dann Kleiderbeutel finden, umziehen, Kleiderbeutel wieder abgeben und endlich ab aufs Rad! Die Radrunde verlief auf 2 leicht welligen aber gut zu fahrende 45 km Radrunden über Prora, Bergen und Putbus zurück nach Binz. Torsten ging seine Paradedisziplin offensiv an, was ihm zunächst auch nicht schwer fiel. Zum Ende der 2 Runde lief es nicht mehr ganz so rund und er musste einige Mitstreiter ziehen lassen, die er zuvor überholt hatte. Mit Blick auf die sehr fordernde Laufstrecke, gab dieser Umstand zunächst jedoch keinen Anlass zur Besorgnis, denn mit einem Radsplit von 2:26:30 lag er voll im Rahmen des selbstgesteckten Limits von 2:30 Std. Auf den nun folgenden 21 Laufkilometern mit der 4x zu laufenden 11% Steigung am Klünderberg, musste er jedoch bald dem couragierten Anfangstempo auf dem Rad Tribut zollen. Nach einem kurzen Blick auf die Uhr zu Beginn der Laufstrecke schien ein Finish im angestrebten Bereich noch möglich. An der ersten Steigung wollten die Beine jedoch dem Kopf nicht mehr gehorchen und Torsten musste intuitiv gehend diese Hürde überwinden. Die Tatsache das selbige noch 3x vor ihm lag und am Ende das angestrebte Ziel in weite Ferne rücken würde, machte es nun vom Kopf her extrem schwer. Mit einem Laufsplit von 1:46:26 erreichte er das Ziel nach insgesamt 4:52:17 Std. auf Rang 33 der AK 40. Thomas Schweda, für den es sein bisher längster Wettkampf war, hatte sich akribisch vorbereitet und kannte dank ausführlicher Streckenerkundung im Vorfeld jedes Detail der Wettkampfstrecke. Er bewältigte die Radstrecke in sehr guten 2:38:43, was einem Durchschnittstempo von 33,5 km/h entspricht! Dank einer sehr vorausschauenden Renneinteilung konnte er auch den abschließenden Halbmarathon noch relativ konstant zu Ende bringen. Mit einem Laufsplit von 1:43:55 erreichte er nach unglaublichen 5:11:14 Std. überglücklich die Finishline, schneller als er jemals zu träumen gewagt hätte. So war dies aus Verler Sicht ein Rennen der Gegensätze. An dieser Stelle sei der etwas pathetisch klingende Spruch erlaubt „ Schmerz geht, Stolz bleibt“ welcher so oder so auf beide Verler zutrifft. Abschließend noch ein großes Dankeschön an Oliver Jacobi für den Support und die schönen Fotos!

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