10.08.2016

Ostseeman Glücksburg

Von: Torsten

Sekunden vor dem Start....

Torsten

Impression

Nachdem meine letzte Langdistanz beim Ironman Klagenfurt 2009 schon lange her war, beschloss ich letzten Sommer, es in 2016 noch einmal anzugehen. Ich entschied mich für den Ostseeman in Glücksburg, da ich schon viel Positives darüber gehört hatte. Allerdings war auch klar, dass es entgegen der allgemeinen Annahme in Norddeutschland sei es flach, ein recht anspruchsvoller Kurs ist und dementsprechend war eine neue Bestzeit zunächst kein Thema. Vielmehr wollte ich endlich mal einen ordentlichen Marathon hintendran laufen, was mir bei meinen bisher 3 gefinishten Rennen über die Ironman-Distanz noch nicht gelungen war.

Ich reiste bereits am Freitag früh an und machte mich nachmittags auf, um die 30 km Radrunde, die also 6x zu fahren war, schon mal in Augenschein zu nehmen. Bei der Startnummernausgabe hatte ich Manni Suck getroffen, einen AK 60 Athleten vom heimischen TV Langenberg. Er war bereits mehrfach in Glücksburg am Start und begleitete mich dankenswerterweise auf der „Einführungsrunde“.

Nachdem wir diese abgeschlossen hatten war mir klar, dass es keine leichte Aufgabe werden würde. Die Runde war durchaus vergleichbar mit der heimischen „Stromberger Schweiz“. Es gab nur wenige schnelle Passagen, dafür viele schmale, hügelige Straßen, die einen zu ständigen Rhythmuswechseln zwangen. So hoffte ich, dass am Sonntag wenigstens das Wetter auf unserer Seite sein würde

Am Sonntagmorgen herrschte wieder die gleiche „ Gänsehautstimmung“ wie ich sie bereits von meinen früheren Starts in Roth und Klagenfurt kannte. Inclusive Nationalhymne und der Ansprache eines Pastors von der mir ein Satz in Erinnerung geblieben ist: „ Ihr habt es so gewollt“!

Pünktlich um 7:00 Uhr fiel der Startschuss. Vor uns lag nun, wie es so häufig heißt, der längste Tag des Jahres…

Das Schwimmen auf einem 2x zu absolvierenden Rechteckkurs von je 1,9 km, verlief für mich bei relativ ruhigem Wasser erwartungsgemäß. Nach 1:04:28 Std. überquerte ich die Zeitnahme am Schwimmausstieg. Auf ging´s in die Wechselzone. Schnell den Kleiderbeutel geschnappt, Neo aus und ab aufs Rad.

Auf den ersten 3 Radrunden gab es immer wieder mal einen Regenschauer. Um auf der winkligen Strecke keinen Sturz zu riskieren ging ich die Sache zunächst recht vorsichtig an. In der 2. Hälfte der Radstrecke kam dann die Sonne raus, es wurde aber auch deutlich windiger. Gegen Ende der 5. Radrunde wurde mir so langsam klar, dass mein anvisierter Radsplit von 5:15 Std. an diesem Tag eine Illusion bleiben würde. Letztendlich stieg ich nach 5:32:40 Std. vom Rad, was gerade mal einem 32er Schnitt entspricht. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mein selbstgestecktes Ziel unter 10:30 Std. zu bleiben eigentlich schon abgehakt, da ich was den nun folgenden Marathon betraf weit weniger optimistisch war als bezüglich des Radfahrens. Ich wusste, dass jetzt außer guten Beinen auch ein starker Wille erforderlich war, daran war ich bei allen bisherigen Versuchen gescheitert.

Die Laufrunde war ca. 8,4 km lang, also 5x zu absolvieren. Nach einem relativ flachen ersten Teilstück wurde es im Mittelteil sehr hügelig und zum Ende jeder Runde ging es mit leichtem Gefälle wieder Richtung Promenade. Es lief erstaunlicherweise relativ rund! Ich blieb fokussiert, schaute aber nicht mehr auf die Uhr. Erst bei der Letzten Zielpassage riskierte ich wieder einen Blick. In diesem Moment waren exakt 9:40 Std. vergangen und ich fing an zu rechnen. Selbst wenn ich jetzt für die letzte Runde 50 Minuten brauchen würde, waren 10:30 Std. noch möglich. Bei km 40 realisierte ich, dass auch meine bisherige Bestzeit noch zu toppen war. Letztendlich kam ich nach 3:41:08 für den Marathon mit einer Gesamtzeit von 10:23:40 Std. sehr glücklich ins Ziel und konnte damit meine Zeit von Klagenfurt auf einer deutlich schwereren Strecke um etwas mehr als 1 Minute unterbieten.

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