25.07.2016

Redbull-Triislands, Inselhopping durch die Nordsee

Von: Torsten

Nachdem ich bereits im vergangenen Jahr bei der Premiere dieses außergewöhnlichen Triathlons dabei war und mit den extremen Bedingungen vor Allem beim Schwimmen sehr zu kämpfen hatte, beschloss ich, einen 2. Versuch zu wagen.

Im Gegensatz zum Vorjahr, wo die Räder schon am Vorabend per Fähre nach Föhr gebracht wurden und am Wettkampftag direkt von Amrum gestartet wurde, ging dem Rennen diesmal eine Wattwanderung von Föhr zum Start nach Amrum voraus. Das vereinfachte die Sache einerseits logistisch, bedeutete aber andererseits für die Teilnehmer eine zusätzliche Anstrengung vor dem eigentlichen Start!

Am Samstagmorgen um 9:00 Uhr trafen sich 506 Triathleten um unter der Leitung von offiziellen Wattführern den Fußmarsch von Föhr zum Start nach Amrum anzutreten. Dabei nahmen wir nicht den kürzesten Weg (Schwimmstrecke), sondern mussten einen erheblichen Umweg in Kauf nehmen, da durch die Schwimmstrecke ein Priel verläuft, dessen Tiefe ein durchwaten auch bei Ebbe nicht zulässt. Nach ca. 2,5 Stunden Wattwanderung, was einer Strecke von etwa 12 km entspricht, kamen wir auf Amrum an. Dort gab es zunächst eine Verpflegung bestehend aus Riegeln, Obst, Wasser und natürlich reichlich Redbull ;) Das war auch nötig, wenn man bedenkt, dass wir bereits etwa 12 km Fußmarsch hinter uns hatten. Bei strahlendem Sonnenschein mussten wir dann noch 2,5 Stunden Wartezeit überbrücken, bis die Wassertiefe das Schwimmen wieder zuließ.

Um 14:30 ging es dann endlich los. Das Schwimmen lief im Vergleich zum Vorjahr super, was vor Allem an der deutlich verbesserten Streckenmarkierung mit 4 Katamaranen lag. Die diesmal relativ ruhige Nordsee begünstigte ebenfalls die Schwimmzeiten und ich kam nach 50:52 Minuten aus dem Wasser, was gegenüber dem Vorjahr 13 Minuten schneller war! Besonders gefreut habe ich mich über die Unterstützung unseres Sponsors Burkhard Kuhn, der auf Föhr Urlaub machte. Hätte nicht damit gerechnet, dass jemand mit einem Schild „Verl grüßt Torsten“ am Schwimmausstieg steht, Danke dafür!

Voll motiviert nahm ich die 40 Radkilometer auf Föhr unter die Räder. Es lief dann richtig gut, ich konnte noch einige Mitstreiter einsammeln und erwischte als glücklicher 12. Bootspassagier das 3. Speedboot, das uns nach Sylt brachte. Da jedes Boot max. 12 Leute mitnehmen kann, hatte ich keinen Zeitverlust durch Wartezeit. Das war ein deutlicher Vorteil, denn hier zählt die Bruttozeit. Zu diesem Zeitpunkt war ich also schon auf Platz 36!

Der abschließende ca. 10,5 km lange Lauf forderte dann allerdings nochmal die letzten Reserven. Es ging nach dem Bootsausstieg nahtlos weiter und kurz darauf folgte eine kurze steile Rampe, die sogenannte „Jeep Mad Mountain“ Bergwertung.

Bis km 5 lief es einigermaßen rund, dann verließen mich ein wenig die Kräfte. An der Verpflegung noch das letzte Gel genommen und weiter gings mit etwas reduziertem Tempo. Jetzt galt es noch eine Düne zu überwinden was bei dem weichen Sand nur gehend möglich war. Anschließend ging es 3 km am Strand entlang Richtung Ziel . Auf dem harten Sand, direkt an der Wasserkante konnte ich mich nochmal motivieren und einige Konkurrenten einholen. Letztendlich kam ich auf Platz 20. Der Gesamtwertung und 18. Mann ins Ziel, mehr als 27 Minuten schneller als im Vorjahr!

Insgesamt kamen 423 Teilnehmer ins Ziel, die Übrigen schafften es nicht vor dem Cut-Off von 2:30 Stunden, also vor der Ebbe, aufs Boot nach Sylt.

Mit der Fähre, wo auch die Finisherparty mit Moderation von Daniel Unger stattfand ging es zurück nach Föhr wo wir gegen 23:30 ankamen. Dann noch schnell das Rad ausgecheckt und ich lag erschöpft aber zufrieden gegen Mitternacht im Zelt.

Am Sonntagmorgen ging es dann mit der Fähre zurück auf Festland und dann Richtung Heimat. Es war ein ereignisreiches Wochenende unter außergewöhnlichen Bedingungen, dass ich allen die Mal eine neue Herausforderung suchen nur empfehlen kann, vielleicht schon nächstes Jahr…

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